Chronik

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hermudurische Besiedlung belegt durch archäologische Funde

4.Jh.

Erwähnung des germanischen Stammes der Thüringer. Das Reich der Thüringer wurde 531 von dem Frankenkönig Theuderich erobert und dann als fränkische Provinz regiert

8.Jh.

Ansiedlung von Sorben - Slawen

786

Ersterwähnung Rudolstadts durch die Schenkung Karls dem Großen an das Kloster Hersfeld (in Mulnhusun et Remmidi et Rudolfestat hub VII, et slaui Manent in illis)

1154

Erwähnung einer Mechthildis (Mathilde) von Rodolvestat

1227

stellt Hermann II. eine Urkunde aus, die der Rudolstädter Parochian Bruno als Zeuge unterschreibt

1264

es gab zu dieser Zeit zwei Burgen. Die ältere untere Burg auf dem Gelände der heutigen Ludwigsburg und eine obere Burg

1326

in einer Stiftungsurkunde des Grafen Otto VII. von Orlamünde wird Rudolstadt das erste Mal als Stadt bezeichnet.

1334

die Heidecksburg und Rudolstadt gehört nun den Grafen von Schwarzburg

1341

Heymich von Molde wird als Vogt und Reynhart Muenzer als Schultheiß von Rudolstadt genannt

1345

am 6. März wurde die Stadt und Burg im Zuge der Thüringer Grafenkriege zerstört bzw. stark beschädigt

1404

ein neues Stadtrecht wird eingeführt, die Bürger werden von 3 Ratismeistern und 7 Ratsleuten vertreten, 1488 sind es bereits 11 Ratsleute

1417

Erwähnung einer Knabenschule

1488

Überarbeitetes Stadtrecht tritt in Kraft, u.a. Regelungen zum Handwerk und Zunftwesen

1522

soll ein Fremder mit Namen Johannes Bosecker im Rathaus lutherisch gepredigt haben

1525

Verbrennung der Zinsbücher durch die aufgebrachte Bevölkerung und Gewalttaten gegen den Erzpriester Christoph von Witzleben

1525

am 25.04. übergibt der Rat der Stadt dem Grafen Günther XXXIX. die Beschwerdeartikel über die Abgaben und Dienstleistungen der Stadtbevölkerung in Arnstadt

1525

am 1.5. bewilligt der Graf die Forderungen der Aufständigen, nachdem Thomas Müntzer bei Frankenhausen geschlagen wurde, wurde der Graf wortbrüchig und ließ die Anführer hinrichten

1529

1529/1530 wird die untere Burg eingeebnet

1531

in der Oberherrschaft Schwarzburg wird durch den Grafen Günther XXXII die Reformation eingeführt

1547

Katharina die Heldenmütige "Fürstenblut für Ochsenblut"

1564

es wird ein Friedhof außerhalb der Stadtmauern angelegt, auf dem Gebiet Brückengasse / Ludwigstraße

1573

durch einen Brand wird ein Großteil der Heidecksburg zerstört

1574

Rudolstdt wird Residenzstadt, die Grafenfamilie wohnt nun dauerhaft auf der Heidecksburg

1582

herrscht die Pest, in Königsee fallen derselben in einem Jahr 1225 Menschen zum Opfer, ca. 30% der Bevölkerung

1594

Das Stadtrecht wird überarbeitet und für die Bürger stark eingeschränkt, der Graf behält Änderungen seinerseits vor.

1601

für das Gebäude des heutigen Hotel zum Adler wird die Schankberechtigung ausgestellt

1609-1611

Errichtung des Gymnasialgebäudes am Schulplatz

1611

herrscht die Pest wiederum in der Umgebung, in Cordobang sterben daran allein 82 Menschen, auch Volkstedt ist betroffen

1613

war amm 24. Mai die sogenannte "Thüringer Sintflut", furchtbare Gewitter verwüsteten den größten Teil Thüringens

1618-1648

Dreißigjähriger Krieg - Abschluß mit dem Westfälischen Frieden

1626

im Mai kommt es zum Frosteinbruch, die Saaten erfrieren, Mißernte und Hungersnot sind die Folge, es wird Getreide aus Böhmen herangeschafft.

1635

die Existenz einer Hofkapelle wird bezeugt

1635

herrscht Schwarzburg wieder die Pest, in Meuselbach sterben 127 Personen

1636

Fertigstellung des Neubaus der Andreaskirche

1640

lagert bei Saalfeld ein Teil des kaiserlichen Heeres unter dem Befehl des Generals Piccolomini in Stärke von 16-20000 Mann. Räubernde Banden dieses Heeres streiften bis herauf auf den Wald; Oberweißbach wurde samt Kirche geplündert und niedergebrannt, die Einwohner hatten sich in den Wald geflüchtet, wo sie den größten Teil des Sommers zubrachten.

1644

in Thüringen wüted wieder die Pest

1648

wird der Olitätenhandel durch den Apotheker Mylius (Möller) in Großbreitenbach betrieben, als erste Balsamträger werden Lorenz Anders und Hans Walther aus Oberweißbach genannt.

1653

durch einen Brand werden die Elisabethkapelle und 12 Häuser in der Ratsgasse zerstört

1658

am 29. Januar wurde das Schloß von einem Brandunglück heimgesucht

1659

an der Stelle der Elisabethkapelle wird ein Amtsgebäude errichtet

1663

wird eine Bürgermiliz aufgestellt, die Exercierdienst und Wachdienst zu leisten hat

1663

Einrichtung einer Druckerei, aus der von jedem Druck ein Exemplar in die Hofbibliothek gegeben wurde

1672

Lagerung eines Heeres von 20000 Mann unter Führung des General-Leutenants Montecuculi in Volkstedt und Umgebung vom 4.9.1672 bis 6.9.1672

1681

ein Gebäude auf dem Friedhof wird zur Kirche ausgebaut und ab 1716 als Garnisonskirche genutzt, 1898 wird sie wegen Baufälligkeit abgerissen

1687

am 6. und 7. April findet ein Freudenfest anläßlich des Sieges über die Türken statt. Es wird ein Freudenspiel Hekels aufgeführt "Blutiger und unglücklicher Türkenkrieg und erfreulicher Christen - Sieg"

1690 /91

werden die die Felder Thüringens durch eine Heuschreckenplage verwüstet, sämtliches Getreide und Gras wird abgefressen.

1705

am 27. Mai Schnee und starker Frost, viele Feldfrüchte verderben

1710

Rudolstadt wird Fürstentum

1712

Gründung des Geheimen Ratskollegiums, das bis 1848/49 oberste Instanz der Landesverwaltung war und die Oberbehörden anleitete

1726 -30

Raupenplage in Thüringen, sämtliche Obstbäume werden vernichtet

1734

Beginn des Baues der Ludwigsburg

1734

der italienische Kaufmann Nazaro Giorgio Bianchi eröffnet ein Handelsgeschäft

1735

am 26. Juli brennt das Rudolstädter Schloß zur Hälfte nieder.

1737

Beginn des Neubaues der Heidecksburg

1740

sehr kalter Winter, Tiere und Menschen erfrieren

1762

erste Porzellanfabrik in Volkstedt gegründet

1744

der Schloßturm der Heidecksburg wird fertiggestellt

1746

Einrichtung eines theologischen Seminars

1756-1763

Siebenjähriger Krieg

1767

letzte öffentlicher Hinrichtung in Rudolstadt, am 17. Mai wurde der Zimmergeselle Ziermann wegen Mordes an der Witwe Böttner und ihrer Enkelin auf's Rad geflochten

1769

die erste Zeitung des Landes wird herausgegeben "Wochenblatt"

1771

Mißernte durch Unwetter und viel Regen

1776 -78

Ruhr und Blattern fordern viele Opfer

1783

die Piano-Fabrik Carl Sempert wird eröffnet

1787

erster Besuch von Friedrich Schiller in Rudolstadt

1788

Aufenthalt von Schiller in Rudolstadt - Volkstedt im Haus des Kantors Unbehaun

1790

Friedrich Schiller heiratet Charlotte von Lengefeld

1792

Beginn des Baues des Rudolstädter Theaters am Anger

1793

Einführung einer Kriegssteuer

1798

von 1798-1862 ist das Haus am Markt Nr. 2 das Postamt von Rudolstadt

1804

Einrichtung einer öffentlichen Bibliothek am Neumarkt

1806

erklärt Preußen Napoleon den Krieg, am 9. Oktober 1806 trifft Prinz Louis Ferdinand von Preußen in Rudolstadt ein. Er fällt am nächsten Tag bei einem Gefecht bei Saalfeld - 14.Oktober Schlacht bei Jena/Auerstedt

1816

Hungersnot durch eine Mißernte und Kontributionen

1829 /30

ein früher und kalter Winter, mit mehr als 30 Grad Kälte, am 26. Februar große Eisfahrt auf Schwarza und Saale, im Sommer nochmals Hochwasser

1834

Richard Wagner hält sich in Rudolstadt auf

1842

Masernepedemie

1843

Anlage des Ostfriedhofes

1844

Franz Liszt gibt in Rudolstadt ein Konzert

1846 /1847

Mißernten durch Hochwasser und Trockenheit

1848

die Rudolstädter Bürger fordern Pressefreiheit, Volksbewaffnung, Ablösung der Feudallasten und die Besteuerung des feudalen Grundbesitzes. Als der Fürst die Petition abwies, wurde die Gewehrkammer im Gebäude der Regierung gestürmt

1871

Gründung der Buchdruckerei Mänicke &Jahn

1874

am 2. Mai nimmt die Saalbahn ihren Betrieb auf.

1876

F. Ad. Richter & Cie (Ankerwerk) wird gegründet

1878

Goldleistenfabrik Grosch & Zitkow gegründet

1880

Papierzellstoff-Fabrik R. Wolff Schwarza (1915 abgebrannt)

1882

Porzellanfabrik Strauss (1927 aufgelöst)

1890

Porzellanfabrik Schäfer & Vater

1890

Porzellanfabrik E. & A. Müller Schwarza

1890

Gerberei Günsche

1894

das Gymnasium in der Weinbergstraße wird gebaut

1896

Umzug und Zusammenlegung der Bibliotheken in das alte Gymnasium am Schulplatz

1899

Porzellanfabrik Ens (Volkstedt)

1902

Schwarzburger Porzellanfabrik (1924 aufgelöst)

1908

von 1908-1912 Bau des jetzigen Rathauses

1908

Porzellanfabrik Ackermann & Fritze (1944 aufgelöst)

1918

Rücktritt des Fürsten, die Aufhebung des Thronfolgegesetzes und die Bildung einer Volksregierung

1919

Phönix-Röntgenröhrenfabrik

1920

Titaniawerk-Werkzeugmaschinenfabrik (1927 aufgelöst)

1920

Isola-Isolierflaschenfabrik

1934

Bau einer Kaserne in der Keilhauer Straße, die vom II. Bataillon des Flakregiments 23 bezogen wurde

1935

Thüringer Zellwolle Schwarza

1936

Bau der Hohenwarte - Talsperre, somit kann der Wasserstand der Saale reguliert werden.

1941

1941/1942 wurde ein Torpedoarsenal in Rudolstadt untergebracht, indem hauptsächlich Kriegsgefangene arbeiteten, u.a. der spätere französische Präsident Francois Mitterand

1944

Bombardement des Torpedoarsenals, Bomben fielen auch auf das Gelände des Krankenhauses,des Ostfriedhofes, in Cumbach und Volkstedt - es wurden 103 Häuser zerstört und 62 teilweise zerstört

1945

am 13.4.1945 marschierten amerikanische Truppen in Rudolstadt ein

1945

am 3. Juli 1945 wird Rudolstadt von sowjetischen Truppen besetzt und gehört nun zur sowjetischen Besatzungszone

1989

am 19.10.1989 fand das erste Friedensgebet in der Stadtkirche St. Andreas mit ca. 2000 Teilnehmern statt.

1994

Rudolstadt war bis 1994 Kreisstadt, durch die Zusammenlegung der Kreise wurde Saalfeld die Kreisstadt des Landkreises Saalfeld - Rudolstadt. Zu Rudolstadt gehören die Stadtteile Schwarza, Volkstedt, Mörla, Schaala, Cumbach und Pflanzwirbach.

2003

vom 22.-31. August fand das 281. Rudolstädter Vogelschießen statt. Dieses Fest hat sich zum größten Rummel in Thüringen entwickelt.

www.rudolstadt.de

Copyright © 2004 Ursula Neumann
Stand: 13.08.2010

4 Ursula Neumann
Stand: 06.03.2005